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Wirtschaft studieren im Fernstudium

Die beliebteste Studienrichtung für ein Fernstudium ist Betriebswirtschaftslehre (BWL) beziehungsweise Wirtschaftswissenschaften. Angehende Fernstudenten müssen über die Ausrichtung des Fernstudiums entscheiden sowie über die Fragen: FH oder Uni? Staatlich oder privat?

Viele Fernstudenten sind bereits berufstätig, zum Beispiel nach einer kaufmännischen Ausbildung. Deshalb suchen sie häufig ein praxisorientiertes Studium, das sich gut mit der beruflichen Ausrichtung und einer (Vollzeit-)Anstellung verbinden lässt. Zu diesem Zweck ist ein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften  besonders geeignet. So verwundert es nicht, dass das Fernstudium Betriebswirtschaft immer hoch positioniert in den Top 10 der beliebtesten Fernstudiengänge vertreten ist. Aber auch in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen gibt es zahlreiche Ausrichtungen im Fernstudium und neben vielen Fern-FHs als Anbietern auch die Fern-Uni. Das richtige wirtschaftswissenschaftliche Fernstudium will also gut gewählt sein.

Betriebswirt nicht gleich Betriebswirt

Betriebswirtschaftslehre (BWL) bildet die Grundvoraussetzung für viele Wirtschaftsberufe, vom Kaufmann bis zum Geschäftsführer. Aber Vorsicht: Gerade bei den per Fernstudium angebotenen Betriebswirten sollte man auf einen seriösen und bekannten Anbieter achten. Denn die Bezeichnung "Betriebswirt" ist nicht geschützt. Im Grunde kann sich jeder so nennen. Den "einfachen" Betriebswirt, können auch Fernstudenten ohne Abitur oder entsprechende Vorbildung machen, der staatliche oder IHK geprüfte Betriebswirt ist deutlich mehr wert. Hier soll es in erster Linie um akademische, wirtschaftswissenschaftliche Fernstudiengänge gehen.

Fernstudien-Richtungen im Wirtschaftsbereich

Neben der Betriebswirtschaftslehre ist die Wirtschaftsinformatik weit verbreitet. Auch Wirtschaftsingenieurswesen und Wirtschaftsrecht können Fernstudenten studieren. Volkswirtschaftslehre allein gibt es im Fernstudium bisher nicht. Eine Möglichkeit für Fernstudenten mit abgeschlossenem Studium ist es auch, einen MBA (Master of Buisness Administration) zu machen. Fern-Unis in bieten sowohl Bachelor als auch Master in Wirtschaftswissenschaften an. Dabei gibt es verschiedende Studienausrichtungen und auch Abschlüsse: z.B. beim Bachelor of Laws, der Wissen über die praxisrelevanten Grundlagen des Deutschen und ferner auch Europäischen Rechts sowie Grundkenntnisse der Betriebswirtschaftlehre vermittelt.

Internationales und Spezielles

Die Europäische Fernhochschule Hamburg hat einen Bachelor "Europäische Betriebswirtschaftslehre" im Programm und einen Master "Internationales Management" sowie einen Bachelor in Medienrecht. Wer das Internationale sucht, kann sich auch an zahlreiche Anbieter im Ausland wenden, wie beispielsweise die Open University Business School (Englisch-sprachig). Deren MBA ist eine Qualifikation von einer staatlichen britischen Universität (der Open University) und somit weltweit anerkannt.Darüber hinaus gibt es gerade in der (akademischen) Weiterbildung im Bereich BWL/Wirtschaftswissenschaften sehr spezielle Angebote. Die staatliche Technische Universität Kaiserslautern bietet beispielsweise in ihrem "Distance and Educational Study Center" spezielle akademische Weiterbildungen im Feld der Wirtschaftswissenschaften an, wie "E-Commerce- und Business" (zwei Semester).

Uni oder FH? Privat oder staatlich?

Auch im Fernstudium BWL/Wirtschaftswissenschaften stellt sich die Frage, ob Fernstudenten das Studium an einer Uni oder einer FH absolvieren wollen. An der Fachhochschule ist der Bezug zur Praxis auch im Fernstudium stärker gegeben. Im Zuge der Umstellung auf Bachelor und Master schwinden die Unterschiede aber immer mehr. Da die meisten Fernstudenten im Bereich BWL/Wirtschaftswissenschaften bereits in der Wirtschaft arbeiten, ist die Praxiserfahrung während des Fernstudiums häufig weniger stark gewichtet als an einer Präsenzhochschule.

Staatliche Angebote haben bei manchem Arbeitgeber einen besseren Ruf und sind normalerweise preiswerter. Bei privaten Anbietern sind bei der Auswahl des Anbieters unbedingt folgende Punkte zu beachten: die Akkreditierung des Studienganges durch eine vom Akkreditierungsrat beauftragen Akkreditierungsagenturen (siehe Artikel "Qualität"), der zu erreichende und mögliche, darauf aufbauende Abschlüsse (Bachelor/Master/MBA oder ein minderwertiges Diplom/Zertifikat?) und natürlich die Kosten für das Studium im Verhältnis zur Qualität. Vorsicht: Bei privaten Anbietern kosten Prüfungen meist extra.


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