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Abitur in weiter Ferne?

Den höchsten deutschen Bildungsabschluss - das Abitur - zu erlangen, ist nicht nur für diejenigen interessant, die ein Hochschulstudium aufnehmen möchten. So ist dieser Abschluss auch Vorraussetzung für viele besser bezahlte Positionen auf dem Arbeitsmarkt oder z.B. die höhere Beamtenlaufbahn. Eine Möglichkeit, die Reifeprüfung nachzuholen, ist das Fernabitur.

Der Einstieg in das Fernabitur hängt meist von dem Bildungsniveau des potentiellen Fernabiturienten ab. Mindestvoraussetzung ist im Regelfall der Hauptschulabschluss. Höhere Schulabschlüsse berechtigen zu einem höheren Einstieg in das Fernabitur. Und das wirkt sich dann auch auf die Studiendauer aus.

Beispiel: Der Hautschulabschluss, also der erste Einstieg, berechtigt den Fernschüler, je nach Anbieter, in etwa 42 Monaten das Fernabitur zu erreichen. Während Teilnehmer mit Realschulabschluss den dritten Einstieg wählen können. Das bedeutet meist eine Regelstudienzeit von 30 Monaten.

Fächer wählen fürs Fernabitur

Das Fernabitur kann jederzeit begonnen werden. Gleich zu Beginn kann der Fernschüler seine Fächer festlegen, also z.B. entscheiden, welche Fremdsprachen gelernt werden sollen. Und in welchen acht Fächern geprüft wird. Die Wahl dieser Fächer wird unter Berücksichtigung der zugelassenen Fächerkombinationen getroffen. Es gibt auch die Möglichkeit mit der Wahl der Fächer zu warten und zunächst die Studienhefte zu bearbeiten, um dann die Vorliebe für das eine oder andere Fach zu entdecken.

Studienmaterial beim Fernstudium Abitur

Einen festen Lernplan gibt es beim Fernabitur nicht. Das vom Anbieter bereitgestellte Studienmaterial wird in Eigenverantwortung durchgearbeitet. Der Fernschüler bestimmt dabei das Lerntempo. Das Fernabitur bietet auch die Möglichkeit, vom Ausland aus den Lehrgang zu absolvieren. Jedeglich für die Abschlussprüfungen ist dann eine Reise nach Deutschland notwendig. Regelmäßig erhält der Lehrgangsteilnehmer Materialsendungen vom Fernlehrinstitut. Das geschieht in der Regel via Post. Inhalt dieser Sendungen sind die sogenannten Studienhefte.

Schulbank drücken im Fernstudium

Das Abitur im Fernkurs nachholen bedeutet vor allem Büffeln am heimischen Schreibtisch. Der Lernfortschritt wird anhand der Studienhefte kontrolliert. Hilfreich sind dabei Musterlösungen, die meist am Ende der Hefte vorzufinden sind. Die Kontrolle einer anderen Instanz gibt es aber auch: Hausaufgaben werden per Mail, Post oder Fax an die Fernschule gesendet. Anschließend erhält der Teilnehmer die Schularbeit zurück. Und das nicht kommentarlos: Der Fernschüler erhält für die Arbeit eine Note und kann anhand von Erläuterungen und Anmerkungen seine Fehler nachvollziehen.

Dabei ist auch der direkte Kontakt mit der Fernschule möglich. Fragen können an den zuständigen Fernlehrer gestellt werden. Dabei kommen verschiedene Kommunikationsmittel wie E-Mail, Telefon und Fax zum Einsatz. Bei organisatorischen Fragen ist meist die Studienberatung zuständig.

Häufig bieten auch die "Online-Studienzentren" der Fernschulen die Möglichkeit des Austauschs zwischen den Fernschülern. Dort kann gechattet werden oder bestimmte Themen werden in Foren diskutiert. Präsenzphasen, also Phasen wo Schüler zu bestimmten Zeiten physisch anwesend sein müssen, gibt es beim Fernabitur in der Regel nicht. Dennoch ist der Besuch von Seminaren empfehlenswert. Sogenannte Prüfungsvorbereitungsseminare wappnen für anstehende Tests.

Ziel des Fernabiturs ist das Bestehen der staatlichen Abiturprüfung. Diese umfasst bei jedem Fernlehrinstitut acht Fächer. Zwei Leistungskurse und zwei weitere Fächer werden schriftlich geprüft. Zusätzlich gibt es noch vier weitere Fächer, die mündlich geprüft werden. Die Prüfung kann nicht zu Hause abgelegt werden, sondern findet bei dem Fernlehrinstitut statt.


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